TRINITATIS-KONZERTE

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Trinitatiskonzerte - Am rechten Ort

AM RECHTEN ORT

Endelogo trinitatiskirche1 des 15. Jahrhunderts war es der Schlossbesitzer Wolf von Wolfskeel leid, jeden Sonntag ins benachbarte Fuchsstadt zum Gottesdienst zu laufen und ließ deshalb die Trinitatiskirche bauen.

Im Jahr 1490 wurde der Bau veranlasst. Am Trinitatissonntag 1493 war es dann so weit: Die kleine Kirche, damals ohne eingezogenen Chor und flach gedeckt, konnte geweiht werden. 
Mittendrin im alten Ortskern bestimmt die Trinitatiskirche über Jahrhunderte das kirchliche und örtliche Leben in Rottenbauer.
Von 1581 -die Reichsfreiherren Jakob und Hans von Wolfskeel in Rottenbauer mit der ganzen Gemeinde zur Reformation über - bis 1690 ist das Dorf rein evangelisch. Es galt der Grundsatz: cuius regio, eius religio. Die Herren bestimmten die Konfession ihrer Untertanen. Gut 100 Jahre später kehrt einer ihrer Nachfahren, Hans Christof senior von Wolfskeel, in den Schoß der katholischen Kirche zurück. Dann tritt ein Teil der Schlossherren zum katholischen Glauben über und leitet damit jene schlimme Zeit der Zwistigkeiten ein. Von dieser Zeit an wuchs die katholische Bevölkerung Rottenbauers stetig an und übertraf bald die Zahl der Evangelischen. Im Jahr 1804 stirbt die Linie der Wolfskeels in Rottenbauer aus. Das Gut wird verkauft und ist heute in Privatbesitz. 1809 wird in Rottenbauer eine eigene katholische Kuratie errichtet, die 1824 nach dem Bau der katholischen Kirche St. Josef zur Pfarrei erhoben wird.

Mit dem Bau der katholischen Kirche 1823/24 verliert die Trinitatiskirche ihre Mittelpunktsstellung.

Mag sein, dass sich Freude am Widerspruch, Sehnsucht nach Teilhabe, Lust auf Verantwortung, Begehren nach Gottes Gerechtigkeit herübergerettet haben aus den Jahrhunderten. Jedenfalls stellt sich das Leben in der Kirchengemeinde heute in bunter Vielfalt dar.